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Die preußische Provinz Hessen-Nassau.

Das Herzogtum Nassau war einer der Mitgliedsstaaten des Deutschen Bundes. Das Land bestand nur 60 Jahre lang, von 1806 bis 1866. Es lag auf dem Gebiet der heutigen Bundes­länder Hessen und Rheinland-Pfalz, seine Hauptstadt war bis 1816 Weilburg, danach Wiesbaden. 1868 ging die preußische Provinz Hessen-Nassau aus den 1866 von Preußen annektierten Ländern Kurhessen und Nassau hervor.

Das Herzogtum Nassau ist Teil der
hessen-nassauischen Kirchengeschichte

Als Fürst Friedrich-August 1806 Nassau „zu einem untheilbaren und souveränen Staate und Herzogthume“ vereinigt hatte und selbst Herzog des vereinigten Nassau-Weilburg und Nassau-Usingen geworden war, hatte er das Staatsgebiet durch die Säkularisation fast verdoppelt. Es reichte von Höchst am Main bis in den Rheingau und bis zum Westerwald. Hauptstadt war auch für die katholischen Gebietsteile nicht mehr Mainz, sondern Wiesbaden. Damit begann eine Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, die binnen eines Jahrzehnts Nassau zu einem Musterstaat machte.

Religiöse Veränderungen

Mustergültig nahmen sich besonders die religiösen Veränderungen aus. Das Herzogtum Nassau war mit seinen etwa 300 000 Einwohnern ein vergleichsweise kleiner deutscher Staat. Um 1820 etwa lebten dort 140 000 Katholiken und 160 000 Evangelen. Die Grenzen werden noch heute durch die beiden Propsteien Nord-Nassau und Süd-Nassau der hessen-assauischen Kirche abgebildet. Es gelang, im Herzogtum vor allem religiöse, also konfessionelle Spannungen abzubauen.

Am 31. Oktober 1817 wird die 300-jährige Feier der Reformation überall im Lande festlich begangen. Die nassauischen Regierenden wagen ein ungewöhnlichen Schritt: Sie suchen die Spaltung zwischen den protestantischen Konfessionen zu überwinden. In Idstein wird ein Religionsedikt verabschiedet, das die Bildung einer gemeinsamen „evangelisch-christlichen Kirche“ vollzieht. Lutheraner und Reformierte gingen gemeinsam zum Abendmahl.

Mehr über Hessen-Nassau erfahren Sie bei Wikipedia, auf der Seite der EKHN unter „Organisation“ > „Geschichte“ und auf der Seite der EKHN unter diesem Link.

Quelle: Wikipedia

 

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